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30. Juli 2015

LESERBRIEF zum Loch unter der Kaiserstraße

Dank des Karlsruher Loch – hier ist erstmals nicht das im Karlsruher Haushalt gemeint - sondern das unter der Kaiserstraße, dass mitunter für den neuerlichen STOPP der Tunnelvortriebmaschine „Guilia“ verantwortlich ist, hat sich die Kaiserstraße früher als erwartet zur Straßenbahnfreien Fußgängerzone entwickelt. Zwar wird dieses zweifelhafte Vergnügen von kurzer Dauer sein, glaubt man den Verantwortlichen der Kombilösung, zeigt dieser Umstand auch schon Wirkung. Doch wohl nicht den, den sich die Karlsruher Einzelhändler gewünscht haben, sonst wären die Klagen nicht so groß, ob des Umsatzeinbruches, den die „Flaniermeile“ derzeit verursacht.

War nicht abzusehen, dass die Untertunnelung der Kaiserstraße mehr als nur ein „Sandkastenspiel“ ist. Haben Fachleute und Kritiker – so auch ich in einem Offenen Brief an den damaligen „obermeisterlichen Bürger“ nicht vor den Risiken die uns im Untergrund erwarten können gewarnt? Wurde während es gesamten Planungs- und Bauprozesses nicht immer wieder von den Freien Wählern nach der Bodenbeschaffung nachgefragt? Doch! Genutzt hat es nichts, denn das Projekt Kombilösung wurde von OB Fenrich und der Gemeinderatsmehrheit von CDU, SPD, FDP und KAL durchgewinkt! Kosten und Risiken wurden klein gerechnet, was sich bald rächen wird!

Die Schüler, welche damals den Spatenstich der Kombilösung begleiteten und bejubeln durften – und nun sind wir beim Haushaltsloch – werden diese abzahlen müssen. Schon heute nähern sich die geschätzten Baukosten dieses Projektes der Milliardengrenze. Der städtische Anteil den 500 Millionen! Wie sagte Freie Wähler Stadtrat Jürgen Wenzel einmal: „Die Kombilösung war die finanziell und verkehrlich größte Fehlentscheidung unserer Stadtgeschichte!“ Damals wurde er von den Tunnelbefürwortern belächelt – heute schweigen sie!   

Gerhard Landwehr

Leserbrief erschien unter anderem Titel auch in den BNN