18. Dezember 2014

Leserbrief zu den Vorkommnissen in der "Grundschule am Wasserturm"

Die Grundschule am Wasserturm in der Südstadt-Ost kommt nicht zur Ruhe. Einst als einzügige Ganztagesschule konzipiert, auf Grund von Behördenfehlern zu klein geplant und gebaut und bereits vor dem ersten Schultag baulich ein Sanierungsfall, welcher den Einzug der damaligen Erstklässler nach hinten schob und diese zum pendeln in eine andere Schule zwang, kommt sie nun wieder durch den geplanten Erweiterungsbau in die Schlagzeilen.

Nicht nur, dass sich der vom Schul- und Sportamt noch Anfang 2014 zugesagte Baubeginn für das Schuljahr 2015/16 um ein Jahr auf 1016/17 verzögert, wird jetzt auch die ebenfalls zugesagte und bereits fertig geplante Containerlösung für den Zeitraum der Bauarbeiten ad Acta gelegt. Die Schule soll jetzt komplett für den Zeitraum der Bauarbeiten (min. 2 Jahre) in die Uhlandschule in der Südstadt umziehen.

Was für ein Schildbürgerstreich seitens der Stadt. Behördenfehler werden auf Kosten und auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Zusagen werden gebrochen. Die Lebensqualität von Kindern und Eltern, welche auch auf Grund der neuen Schule in das Quartier Südstadt-Ost gezogen sind – dahin.     Das Vertrauen in Stadt und Behörde – verloren.

Der Widerstand der Eltern ist gewiss. Es bleibt zu hoffen, dass dieser auch seitens der Politik aufgenommen wird und eine vernünftige Lösung im Sinne der Kinder der Grundschule am Wasserturm gefunden wird. Es bleibt zu fragen, warum Anfang 2014 bereits eine solche Lösung stand und diese kurzfristig gekippt wurde? Warum wurde der Baubeginn verschoben, noch dazu in den Mai 2016 hinein – also mitten ins laufende Schuljahr? Es bleibt auch, lieber Herr Mentrup, zu fragen, warum wir Gelder für Stadtgeburtstag, Stadion und Theater haben aber keine, um baulich eine Schule, also eine Bildungseinrichtung in diesem an Bildung so armen Land, vernünftig zu planen und (um)zubauen, und zwar so, dass kein Kind auf seine gewohnte Lernumgebung verzichten muss.

In der BNN stand letztens zu lesen, die Stadt Karlsruhe hat ein Ausgabenproblem. Nun, Herr Mentrup, die Kinder und Eltern der Grundschule am Wasserturm hätten da einen Teil der Lösung parat. Die Parteien im Stadtrat sind aufgefordert, sich an dieser Lösung zu beteiligen.

Alexandra Haase    

Anmerkung: In einer aktuellen Anfrage erkundigen sich die Freien Wähler über die Situation an der "Grundschule am Wasserturm"